Ist euch schon Mal der Ackerschachtelhalm aufgefallen? Er ist recht gross, stattlich mit den konzentrische Halmen. Seine Erscheinung ist recht eindrücklich. Die Pflanze hat sich schon letztes Jahr in mein Herz geschlichen. Als ich dieses Jahr sah, wie so etwas Spargel Ähnliches aus dem Boden kämpft, kam bei mir Vorfreude auf.

Als es sich zu einem Mini Bäumchen entwickelte, stieg die Vorfreude weiter…

Als die Halme immer länger wurden, kam mir immer wieder der Gedanke Struwwelpeter. Zuerst dachte ich mir, das ist ja völlig absurd. Mit der Zeit dachte ich, mit viel Fantasie sehen die Halme sehen entfernt danach aus. Aber eigentlich ist es schon weit her geholt. Bis mir auf einmal der Zusammenhang klar wurde…

Aber zuerst noch ein wenig Hintegrundwissen

Vor 350- 400 Millionen Jahren war der Ackerschachtelhalm baumgross und bevölkerte riesige Schachtelhalmwälder.
Schon die alten Griechen und Hildegard von Bingen entdeckten seine Heilwirkung und setzten den Ackerschachtelhalm zur Behandlung von Magen Darm, Blasen und Nieren Beschwerden. Wegen seinem grossen Kieslersäure Gehalt und seinen Mineralien wird er heute angewendet als:

  • Tee: um Nierentätigkeit zu stimulieren, Entzündungen von Harnwegen und zur Festigung des Bindegewebes
  • Bäder: bei rheumatischen Beschwerden und Gicht
  • Wickel: um Wundheilung zu fördern und bei Exzemen

Ein Sud aus Ackerschachtelhalm kann auch im Garten hilfreich sein um die Nutzpflanzen gegen Schädlinge, Pilze und Mehltau schützen

Beim Räuchern stelle ich fest, dass die Pflanze sehr beliebt ist. Vor allem wegen seiner Eigenschaft Struktur und Ordnung zu fördern. Weitere Wirkungen vom Ackerschachtelhalm beim Räuchern sind:

  • hilft alte Muster und Denkweisen aufzulösen,
  • hilft das wesentliche zu erkennen,
  • bringt Klarheit bei Entscheidungen,
  • ist beruhigend,
  • hilft bei Konzentrationsmangel,
  • ist beliebt in Liebesräucherungen, wirkt stimulierend und lusterzeugend
Warum der Ackerschachtelhalm der Struwwelpeter im Wald ist…

Vielleicht kennt ihr die Geschichte vom Struwwelpeter? Es geht um einen Mann der sich über ein Jahr lang weigert seine Haare und Nägel zu schneiden. Was dazu führt, dass er die längsten Fingernägel hat die ich je bei einem Mann gesehen habe. Und sein Haar ist dicht, strubblig (Kämme fand er auch doof) und volluminös.

Und als ich mir das Bild ins Bewusstsein holte von diesem Mann mit den vollen Haar und den langen Fingernägel, wurde mir auf einmal klar, dass die Verbindung zwischen Ackerschachtelhalm und Struwwelpeter kein Zufall ist. Im Hinterkopf meldete sich eine leise Stimme die meinte, da war doch Mal was mit Stärkung der Haaren und Ackerschachtelhalm. Und tatsächlich mit ein bisschen Recherche fand ich den Zusammenhang. Der Ackerschachtelhalm wird in der der Kosmetikbranche dazu eingesetzt, um Haarausfall zu vermeiden und Nägel zu stärken. Und da der Struwwelpeter sowohl viele Haare als auch lange Fingernägel hat, passen der Ackerschachtelhalm und der Struwwelpeter sehr wohl wunderbar zusammen.

Achtet euch Mal, ob ihr bei gewissen Pflanzen auch immer wieder den selben Gedanken habt, der euch zuerst völlig absurd vorkommt. Vielleicht, hat es einen ganz logischen Hintergrund, der sich aber erst mit der Zeit erschliesst. Falls ja, bin ich sehr gespannt was ihr für wundervolle Zusammenhänge findet 🙂

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