Lange Zeit kannte ich den Ehrenpreis nur unter dem Namen ‚Chatzeöigli‘ (= Katzenäuglein). Aber der Name ‚Chatzeögli‘ passte für mich nie so ganz zu der kleinen, feinen Pflanze. Es ging sogar so weit, dass ich meine Eltern verdächtigte, sich einen Spass zu erlauben und irgendwelche Pflanzennamen zu erfinden 😀
Wie doch noch Ruhe in das Namensthema kam und was alles sonst noch im Ehrenpreis steckt, verrate ich dir im Beitrag.

Die inneren Werte des Ehrenpreises
Ursprünglich stammte der Ehrenpreis aus Vorderasien. Wann genau er sich in Europa ansiedelte ist nicht bekannt. Bei über 450 verschiedenen Ehrenpreis Arten ist es nicht einfach den Überblick behalten.
Was bekannt ist, der Ehrenpreis war eine beliebte Heilpflanze. Was ihm den Beinamen ‚Allerweltsheil‘ einbrachte. Die kleine Pflanze wurde früher für die Behandlung aller möglichen Krankheiten eingesetzt. Sei kam zum Einsatz bei: Lungenkrankheiten insbesondere Husten, Gicht, Epilepsie, Leber- und Milzbeschwerden und bei inneren Vergiftungen. Sogar bei der Behandlung der Pest wurde das kleine Kraut zu Hilfe genommen.
Heutzutage kommt der Ehrenpreis nur noch wenig zum Einsatz. Sie hilft bei Hauptproblemen, wie chronischen Juckreiz durch Neurodermitis oder Schuppenflechte. Zudem soll er in Form von Tee den Stoffwechsel anregen, stärkend wirken und gegen (Frühjahrs) Müdigkeit helfen.

Bevor ihr loszieht und in grossen Mengen Ehrenpreis sammelt, möchte ich euch sicherheitshalber noch auf einen weiteren Beinamen aufmerksam machen. Die zierliche Pflanze ist auch bekannt unter dem Namen ‚Gewitterblümchen‘. Es heisst, wenn man den Ehrenpreis pflückt, wird es regnen und Gewitter geben. Vielleicht vorsorglich einen Schirm einpacken 😉
Räuchern mit den Ehrenpreis
Das getrocknete Ehrenpreis Kraut, kann auch gut verräuchert werden. Früher wurde der Ehrenpreis ins Feuer geworfen um zu verhindern, dass der Blitz im Haus einschlägt.
Auf persönlicher Ebene unterstützt das Räuchern mit dem Ehrenpreis:
- die Öffnung des Geistes
- klare Erkennung der Gefühle
- sich klar abzugrenzen
- ist schützend und stärkend
Der persische Ehrenpreis
Wie schon zu Beginn erwähnt, war für mich der Name ‚Chatzeöigli‘ nicht passend für die feingliedrige Pflanze. Irgendwann liess ich das Thema ruhen aber das störende Gefühl blieb leise im Hintergrund. Bis der Tag kam, als ich den Namen persischer Ehrenpreis hörte. Vor allem das ‚persisch‘ im Namen, entsprach für mich auf so vielen Ebenen dieser bezaubernden Pflanze.* Es nahm mich sofort mit zu Scheherazade und ihren Geschichten aus ‚Tausend und einer Nacht‘. Der Ehrenpreis war natürlich auch da und lauschte gespannt den Erzählungen.

Die blau-weissen Blüten mit ihren feinen Mustern, erinnerten mich auch an die Kacheln in den orientalischen Ländern. Auch diese weisen typisch filigrane Muster in blau-weissen Farben auf.

Vor zwei Wochen stand ich vor einem Meer aus Ehrenpreis. Auf einmal kam der Gedanke, das sieht aus wie ein wunderschöner Teppich. Ein wunderschöner persischer Teppich…
Der einem mitnimmt in die Welt von fantastischen Geschichten und exotischen Ländern.
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